Wie man Propwash bei Betaflight 3.1.x reduziert

Ein ziemlich unbeliebter Effekt bei FPV-Racern ist der sogenannte Prop Wash. Damit bezeichnet man das „Wobbeln“, wenn der Kopter in seinen eigenen Luftstrom gerät, z.B. bei harten 180°-Turns oder beim schnellen senkrechten Sinken.  Propwash ist ziemlich schwierig komplett zu eliminieren und so leben die meisten Piloten mit ein wenig davon. Bisher galt das Erhöhen des D-Wertes als Mittel der Wahl, allerdings wirkt ein zu hoher D-Wert kontraproduktiv und macht den Kopter weniger „responsive“, er reagiert nicht mehr so direkt auf Knüppelbewegungen.

Betaflight 3.1.x macht eigentlich in dieser Beziehung schon einen recht guten Job und der Propwash hält sich in Grenzen. Jetzt allerdings hat der „Erfinder“ von Betaflight, Boris B. höchstpersönlich, zu Wort gemeldet und einige Tipps zur Bekämpfung von Prop Wash gegeben.

Achtung, bitte macht nach jedem Schritt einen Testflug und checkt eure Motortemperaturen!

Sollten die Motoren heiß werden, sollte ihr die  Änderungen wieder zurücknehmen. Ihr könnt versuchen euren Flight Controller weich zu lagern (softmounten), um Vibrationen vom Gyro fernzuhalten bzw. diese zu reduzieren.

  1. Als solltet ihr den D Lowpass Filtertyp von BIQUAD auf PT1 umstellen. Dieser Filtertyp ist deutlich schneller, dafür allerdings nicht ganz so effektiv. Trotzdem sollte dies bei jedem Kopter möglich sein. Das umstellen erfolgt im CLI mit dem Befehl:
    set d_lowpass_type = PT1
    und speichern mittels save nicht vergessen.
  2. Als nächstes könnt ihr den Notch 1 Filter entfernen. Dazu stellt ihr einfach im PID-Tab unter Filters die
    Gyro Notch Filter 1 Frequency auf 0.
  3. Als nächstes könnt ihr den Notch 2 Filter entfernen. Dazu stellt ihr einfach im PID-Tab unter Filters die
    Gyro Notch Filter 2 Frequency auf 0.
  4. Als nächstes könnt ihr noch den D Term Notch  Filter entfernen. Dazu stellt ihr einfach im PID-Tab unter Filters die
    D Term  Notch Filter  Frequency auf 0.

notch filter

Der  D term Lowpass Filter wird allerdings immer benötigt, dieser sollte keinesfalls entfernt werden.

Im Einzelfall ist es sicher nicht notwenig, alle Schritte durchzuführen. Am effektivsten ist sowieso der 1. Schritt (Filtertyp umstellen), danach sollte sich schon eine deutliche Verbesserung einstellen.

Falls doch Notch-Filter benötigt werden,  ist es wichtig, diese möglichst genau und nicht zu weit einzustellen. Dabei ist eine Blackbox-Analyse unabdingbar. Solltet ihr beispielsweise bei 260Hz  eine Vibrationsspitze haben , dann solltet ihr die Notch-Frequenz auch darauf einstellen. Der Cutoff sollte nicht zu weit von der Spitze eingestellt werden, für obiges Beispiel wären 180 oder gar 200 als Cutoff-Frequenz sinnvoll. Aber hier kommt es immer auf das Vibrationsspektrum an.

Inzwischen gibt es bei Betaflight einen ausführlichen Wiki-Eintrag, der alle Aspekte der Betaflight-Filter ausführlich beleuchtet und eine Vielzahl von Tipps für  optimale Einstellungen beinhaltet.

Ich habe bisher die Schritte 1 und 2 ausgeführt und bin begeistert, es ist fast kein Propwash mehr wahrnehmbar. Im folgenden Video habe ich versucht bei schnellen 180°-Turns Prop Wash zu provozieren, ich habe es fast nicht geschafft.

 

Fidget Hand Spinner – neues Anti-Stress-Spielzeug mit Suchtpotenzial

Fidget Hand SpinnerAktuelle schwappt eine neue Welle so langsam nach Deutschland über. Die sogenannten Fidget Hand Spinner sollen beruhigen, dem Stress entgegen wirken und Nervosität bekämpfen.

Man kann mit dem Fidget Hand Spinner allerhand Tricks machen, wenn man entsprechend geschickt ist und viel übt.

Bei Banggood findet man inzwischen eine riesige Auswahl und ab ca. 5€ ist man schon dabei. Die Fidget Hand Spinner sind ein nettes Gimmick für zwischendurch.

Hier noch ein kleines Video mit Tricks für Einsteiger und Fortgeschrittene.

 

Darf’s ein bisschen mehr sein … z.B. 7 Zoll?

In letzter Zeit neigte die Szene ja eher zur Miniaturisierung, die Brushless Setups konnten nicht klein genug sein. Doch jetzt naht der Frühling und es wird Zeit mal wieder etwas Neues anzugehen.

110 Gesagt, getan! Chefdesigner Steffen aktiviert und erstmal nen schicken Frame entworfen, der auch mit 7-Zoll-Latten klar kommt. Der wurde dann auch gleich bei unserem Haus- und Hof Fräsmeister Mathias Wenzel in  Auftrag gegeben. Wenig später lagen die Carbon-Teile in gewohnt guter Qualität auf unseren Basteltisch (hier Wohnzimmertisch 😉 )

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ACHTUNG: Komplette Teile-Liste unten!

Ziel bei mir sollte eine gewisse Long Range Fähigkeit sein, also habe ich mich für einen FrSky L9R Long Range Empfänger sowie einen Omnibus F3 Flight Controller mit OSD entschieden. Der L9R hat leider keine Telemetrie und mein Gedanke war eigentlich, das vom L9R ausgegebene RSSI-Signal über das im FC eingebaute OSD in der Brille angezeigt zu bekommen. Leider hat Betaflight mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht, da RSSI-ADC nicht für diesen FC unterstützt wird, wie ich im Nachhinein feststellen musste.  Ich hab mal nachgefragt, ich hoffe, das wird bald nachgerüstet. Einstweilen habe ich einen X4R-SB verbaut , um nicht auf Telemetrie bzw. RSSI verzichten zu müssen.

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Bei der Motorisierung habe ich mich für ein Triebwerk von Emax entschieden, und zwar für den MT2208 II mit 1500kv. Motoren in diesem kv-Bereich sind echt schwierig aufzutreiben, bei Aliexpress bin ich allerdings fündig geworden. Derzeit  habe ich Tarot 7045 3-Blatt Propeller aufgesattelt und damit legt der  „Große“ auch ein zügiges Tempo auf.

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Bei sehr windigem  Wetter heute war es dann Zeit für den Maiden, der auch recht gut gelungen ist. Trotz der Böen flog der 7-Zöller sehr stabil und die Stock PIDs von Betaflight 3.1.5 sind nicht weit vom Optimum entfernt. Etwas mehr D und das war’s auch schon, denke ich, werde aber zeitnah noch die Blackbox zu Rate ziehen.

Gleich mal nen Crash fabriziert, der XT60 Stecker war zu locker und ist raus gerutscht, hat nur einen Propeller gekostet.

Mit einem 4s 1500mAh Lipo schafft man bei obigem Flugstil und den recht hungrigen Propellern ca. 4 Minuten Flugzeit. Mit effektiveren Propellern, einem größeren Lipo und einem ruhigeren Flugstil sollte da deutlich mehr drin sein. Ich werde berichten 🙂

Teile-Liste:

OpenTX 2.2 Sound-Packs für Taranis X9D(+) und Taranis Q X7 in Deutsch

Ich stelle hier mal die von mir gebastelten OpenTX 2.2 Sound-Packs für die Taranis X9D(+) und die Taranis Q X7 zum Download bereit. Sie sind nicht ganz perfekt, aber auf jeden Fall deutlich besser als die original Mitgelieferten von OpenTX 2.2, die meine Ohren doch extrem beleidigt haben.

Die ZIP-Files könnt ihr einfach ins Root-Verzeichnis der SD-Karte eurer Taranis entpacken, die originalen Deutschen Sound-Dateien werden damit ersetzt, also am besten vorher kurz sichern!

Download: Sound-Pack Deutsch FrSky Taranis X9D(+) für OpenTX 2.2

Download: Sound-Pack Deutsch FrSky Taranis Q X7 für OpenTX 2.2

Erstellt wurden sie mit der Software TTSAutomate , die entsprechende PSV-Datei findet ihr oben in den Packs im Verzeichnis SYSTEM. Diese könnt ihr nach Herzenslust an eure Bedürfnisse anpassen .

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TTSAutomate ist eigentlich selbsterklärend, die beste Stimme ist meiner Meinung nach Hedda von Microsoft TTS local. Leider funktioniert dieses TTS-Interface bei mir nur sporadisch und TTSAutomate stürzt dabei gerne mal ab.

Im Nachhinein  ergab sich dabei das Problem, dass nach jeder Phrase eine ziemlich lange Pause eingefügt wurde. Lässt man sich nun z.B. die Spannung ansagen, die sich aus mehreren  Phrasen zusammensetzt, dann dauert das aufgrund der Pausen ewig.

Mit Audacity bin ich also anschließend noch den Pausen zuleibe gerückt, was nach etwas Fummelei auch ganz gut geklappt hat.

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250g oder „Die neue magische Grenze“

Da haben wir den Salat, oder etwa nicht? Das BMVI unter Federführung von Bundesminister Dobrindt hat nun kürzlich die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ vorgelegt, die den Umgang mit Drohnen und anderen unbemannten Fluggeräten regelt. Damit gibt es jetzt einige neue Regeln, die es zu beachten gilt. Weitere Details zur Verordnung findet ihr beim BMVI. Sie wird vermutlich irgendwann im Herbst in Kraft treten.

Während die klassischen Modellflieger nun mit recht restriktiven Höhenbeschränkungen gegängelt werden sollen (ich hoffe sehr, dass sich da noch etwas tut), trifft es die Freunde des gepflegten FPV-Racens weniger hart. FPV wird endlich aus der Grauzone befreit und in engen Grenzen legalisiert. So darf man jetzt mit einem sogenannten Spotter, der das Umfeld beobachtet und den Piloten auf Gefahren aufmerksam macht, legal bis zu einer Höhe von 30m und in Sichtweite des Spotters FPV fliegen. Dabei ist keine Lehrer-Schüler-Verbindung zwischen 2 Fernsteuerungen mehr notwendig, wie es bisher oft verlangt wurde (wobei die Gesetzeslage eher schwammig war). Liegt das Abfluggewicht des Kopters bei maximal 250g, so darf man sogar ohne Spotter seinem FPV-Hobby fröhnen.

„Nunja, ein 250g-Racer, das kann ja nicht wirklich Spaß machen“ Werden jetzt sicherlich viele denken. Falsch gedacht, in 250g läßt sich eine Menge Spaß und Power unterbringen.

Natürlich beschäftigt auch mich das Thema intensiv und mein erster 250g-Prototyp war an diesem Wochenende erstmals in der Luft. Es sind noch ein paar Schwachpunkte zu beheben, aber das Konzept geht auf.

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Viel Spielraum bleibt natürlich nicht und man muss auf kleine, leichte Komponenten setzen. Ich habe mich für die kleinen, aber sehr leistungsstarken Emax RS1306 4000kV Motoren entschieden, die mit 3 Zoll Propellern bestückt werden und damit dem Kleinen ordentlich Schub spendieren. DYS XM20A ESCs geflasht mit Multishot sowie eine PIKO BLX Flight Controller, der von Betaflight in der aktuellen Version 3.1.3 angetrieben wird, runden das Antriebsset ab. Das Gewicht läßt sogar noch eine vollwertige FPV-Kamera zu (hier Foxeer HS1189 16:9, wird aber noch gegen eine Runcam Swift 2 ausgetauscht). Die komplette Teileliste findet ihr unten im Beitrag.

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Zusammen mit einen Turnigy Nano-Tech 4s 850mAh 45/90c Lipo komme ich dann auf ein Abfluggewicht von 243g. Und der von mir auf den „putzigen“ Namen U250 getaufte kleine Kraftprotz fliegt sich fast wie 5 Zoll Racer, wie man im Video sehen kann. Mit den 4-Blatt-Propellern war ich allerdings nicht zufrieden und bin auf die unten verlinkten DYS 3045 umgestiegen, die deutlich mehr Druck haben. Weitere Propeller werde ich noch testen.

Komplettes Setup:

M9 Gimbal – endlich bessere Knüppel für die FrSky Taranis X9D Plus

Die Taranis X9D Plus ist wohl derzeit eine der am weitesten verbreiteten Fernsteuerungen im Modellflugbereich und insbesondere bei Kopter-Piloten extrem beliebt. Die umfangreichen Programmiermöglichkeiten suchen ihresgleichen, vor allem in dieser Preisklasse.

FrSky Taranis Gimbal Upgrade M9 2FrSky Taranis Gimbal Upgrade M9 1

Lange schon wurden die eher durchschnittlichen Gimbals der Taranis bemängelt. Jetzt bessert FrSky nach und die bereits vor einiger Zeit angekündigten M9 Gimbals sind verfügbar. Diese verfügen über HALL-Sensoren anstatt der althergebrachten Potis. Außerdem sind sie kugelgelagert. Beides sollte Haptik und Genauigkeit deutlich verbessern. Die Federspannung lässt sich ebenfalls auf die eigenen Bedürfnisse einstellen, ebenso wie die Ratsche auf der Y-Achse.

Im Shop von HorusRC sind die Gimbals zu einem Preis von 20,50$/Stück bereits verfügbar, weitere Anbieter dürften bald folgen. Habe meine gerade bestellt und bin sehr gespannt. Laut Abbildungen dürfte ein passender Kabelsatz für die Taranis zum Lieferumfang gehören, so dass der Umbau recht einfach zu bewerkstelligen sein dürfte.

Taranis Q X7 – die günstige Fernsteuerung zum Einstiegspreis

Nach dem Erfolgsmodell Taranis X9D Plus bringt FrSky nun eine neue Fernsteuerung auf den Markt, die Taranis Q X7.

Im Prinzip handelt es sich um einen leicht abgespeckte Taranis Plus, insbesondere hat man auf einige Schalter und Slider verzichtet, die aber in der Racer-Szene sowieso kein Mensch benutzt hat.tara1tara2

Die zur Verfügung stehenden 60 Modellspeicher (über SD-Karte erweiterbar) sind kompatibel mit denen der Taranis Plus. Ansonsten scheint es in der Funktionalität eigentlich keine Unterschiede zu geben. 16 Kanäle, Telemetrie, Voice-Ansagen und Vibrationsalarme stehen auch bei der Taranis Q X7 auf der Feature-Liste.

Empfänger der X, D und V8 II Serie sind auch mit der neuen Taranis verwendbar, so dass einem Umstieg eigentlich nichts im Wege steht.

Eine kleine Sensation ist allerdings der Preis, der offizielle Retail-Preis von FrSky beträgt lediglich 105$ und damit weniger als die Hälfte der Taranis Plus.

Banggood hat die die Taranis Q X7 bereits gelistet, eine Vorbestellung ist bereits möglich. Kleiner Tipp: Bei der Bestellung den Coupon-Code ToysHo eingeben brachte bei mir 8% Preisnachlass (ohne Gewähr).  Leider funktioniert der Code nicht mehr. Der Preorder-Preis liegt derzeit bei 105$. Die Auslieferung soll am 27. Januar beginnen.

Insgesamt eine echte Alternative zu Taranis Plus zu einen Top Preis.

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Spezifikationen von FrSky:

Specifications:
Model Name: Taranis Q X7
Operating Voltage Range: 6~15V (2S, 3S Lipos are acceptable)
Operating Current: 210mA maximum (both RF module and backlit are on)
Operating Temperature: -10~45℃
Backlight LCD Screen: 128*64 outdoor readable LCD
Model Memories: 60 (extendable by SD card)
Compatibility: FrSky X series, D series and V8-II series receivers (plus other receivers if an external module is used)

Features:
Quad Ball Bearing Gimbals
Receiver Match
Audio Speech Outputs (values, alarms, settings, etc.) ※(1)
Real-time Flight Data Logging
Receiver Signal Strength Indicator (RSSI) Alerts
Super Low Latency
Vibration Alerts
Model configuration files compatible with TARANIS X9D Plus

Including:
1 x Taranis Q X7
1 x Manual
1 x Back Strap

Ein paar Gedanken zu Raceflight

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Vorab 1: Das ist alles meine persönliche Meinung und so solltet ihr es sehen 🙂

Vorab 2: Ich mag Raceflight, auch wenn es nicht unbedingt den Anschein macht 😉

Raceflight spaltet derzeit die Gemüter, einige folgen dem Hype bedingungslos und andere lehnen es komplett ab. Die große Masse steht Raceflight derzeit noch recht zurückhaltend gegenüber.

Kein Wunder, die Installation von Raceflight auf einem Revolt stellt viele noch vor Probleme. Man muss den einen oder anderen Treiber über Zadig installieren, bis dann mal alles läuft. Inzwischen ist das alles recht gut dokumentiert. Der vollmundig als Super-Gyro angekündigte Gyro auf dem Revolt ist ein … hmm schneller Gyro halt. Wie andere schnelle Gyros ist er recht empfindlich gegen Erschütterungen und quittiert diese gerne mit Yaw-Glitches. Man ist also gut beraten den Revolt FC weich zu betten mit O-Ringen drunter und drüber und bloß nicht irgendwie einzuklemmen. Das mag er gar nicht. Hat man das geschafft, funktioniert er aber einwandfrei. Zusammen mit Multishot oder BLHeli_s ESC sind so Taktraten für den Gyro/PID Loop und Motor PWM Rate von 32K problemlos möglich. Betaflight macht hier noch bei 8K für Gyro und PID Loop schluss.

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Auch muss man sich mit neuen Parametern mit geheimnisvoll anmutenden Namen wie „Witchcraft“ auseinandersetzen, was aber im allgemeinen keine großen Probleme verursacht. Die Presets sind recht gut und man kann damit, wie bei Betaflight, schon mal ganz gut in die Luft kommen. Feintuning ist natürlich immer angesagt. Auch die Flightmodes haben urige Namen wie Braindrain (hart, mehr zum racen), Skitzo (weicher, eher für Freestyle) oder Prosmooth (noch weicher?)

Apropos Betaflight … an welchem Punkt die beiden „Kontrahenten“ Raceflight und Betaflight so auseinander gedriftet sind, kann ich nicht mehr nachvollziehen. In meinen Augen absolut überflüssiges Bashing, was da teilweise abläuft. Die derzeitigen Raceflight BB-Versionen basieren in weiten Teilen auf Betaflight Code, der wiederum auf Cleanflight Code basiert. Jeder hat irgendwo seinen Beitrag geleistet. Da Raceflight aber inzwischen Closed Source ist, war man gezwungen den gesamten Code neu zu schreiben, weil man ansonsten laut GPL Lizenz den Quellcode hätte öffentlich machen müssen. Beim neu programmieren war man wohl etwas „nachlässig“, da Betaflight Code in der Raceflight-Software mehr oder weniger eindeutig nachgewiesen wurde … kein schöner Zug.

Als problematisch erweist sich auch die fehlende Unterstützung von Passthrough für die BLHeli-Suite. Desöfteren werden einzelne ESC erst gar nicht erkannt und man muss mit Tricks arbeiten, die allerdings auch nicht immer funktionieren. Reihenweise liest man von Fällen, wo ein Flashen von ESC über die internen Funktionen des Raceflight-Configurators misslang und die ESC „bricked“ sind. Diese lassen sich zwar in der Regel „reparieren“, hierzu muss aber der Bootloader neu geflasht werden, was recht mühsam ist. Der Schwarze Peter wird hier gerne an BLHeli weitergegeben, das angeblich buggy sei und den Fehler verursache … naja. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, soll Passthrough wohl demnächst möglich sein und man kann wieder auf die zuverlässig arbeitende BLHeli-Suite zurückgreifen.

Raceflight 1, die ebenfalls groß angekündigte „ganz neue“ Firmware für den Revolt läßt leider auch immer noch auf sich warten, obwohl sie eigentlich zur (auch schon deutlich verspäteten) Einführung des Revolt FC fertig sein sollte. „Soon“ hat sich bereits zum geflügelten Wort entwickelt 🙂 Zumindest läuft der Betatest und bei Youtube tauchen schon die ersten Videos auf. Bis zum Release dürfte es aber leider noch ein wenig dauern, ich bin auf jeden Fall sehr gespannt.

Insgesamt kann man wohl sagen, das bei Raceflight nicht alles so glatt gelaufen ist, wie man sich das wohl gerne gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz hat man schon einiges auf die Beine gestellt und hat auch noch einige Pläne in der Schublade. Es bleibt spannend.

Mein Revolt hab ich jetzt seit einigen Wochen in Betrieb und bin insgesamt durchaus sehr zufrieden. Installiert hab ich die Version BB413, die sehr gut und stabil läuft. Es läßt sich schwer in Worte fassen, aber Raceflight hat irgendwas. Der Kopter ist damit unglaublich „responsive“ und reagiert sehr direkt auf Stickbewegungen. Man muss es einfach mal geflogen sein 😉

Zum Abschluss hier ein Video von heute:

Aber der Revolt FC kommt wohl nicht bei jedem gut an 😉

Infinity 4S 14.8V 1500mAh 70C Graphene LiPo

Auf der Suche nach guten und günstigen Lipos streife ich immer wieder durch die Weiten den Webs in der Hoffnung den ultimative Akku zu finden. Sagenhafte Power bis zum letzten Tropfen, hohe Entladeraten, hohe Laderaten, geringes Gewicht und das alles zu einem günstigen Preis sind der Traum jedes Piloten 🙂

Nun, all das bietet der Infinity 4S 14.8V 1500mAh 70C Graphene LiPo nicht, aber zumindest einen guten Kompromiss aus allem. Mit rund 23€ ist er auf jeden Fall schon einmal recht günstig im Vergleich zu den Platzhirschen von Tattu und anderen.

Infinity 4S 14.8V 1500mAh 70C Graphene LiPo

Bei einem recht großen Vergleichstest von Joshua Bardwell hat der Infinity LiPo ähnlich gut wie wie der Tattu R-Line 1300 Lipo abgeschlossen, der allerdings mindestens 35€ kostet, also 12€ mehr. Hört euch einfach mal an, was Joshua zu den Infinity Lipos sagt:

Hier noch ein Link zur Tabelle mit allen Ergebnissen.

Die angepriesenen 70C Entladerate sind natürlich wie bei den meisten Lipos völlig utopisch, real dürften es etwa 45C sein (Achtung: Grobe Schätzung ohne belastbare Datenbasis). Der eine oder andere Lipo leistet sicher mehr, aber derzeit sind wohl rein technisch nicht deutlich mehr als 50C machbar.

Laut Hersteller kann man den Infinity mit 15C laden, das ist natürlich eine extrem hohe Rate, das würde ich mich nicht trauen. Sicher ist das auch der Langlebigkeit der Lipos nicht zuträglich. Aber selbst, wenn man ihn nur mit 6C lädt ist er schon nach nur 10 Minuten voll, wenn es mal schnell gehen muss.

Mit 165g ist der Lipo zwar kein Ultraleichtgewicht, aber manch ein 1300er wiegt das gleiche oder mehr. Die Turnigy Graphene Lipos beispielsweise sind deutlich schwerer.

Ich habe mir natürlich schon ein paar der Inifinitys zugelegt und habe sie nun seit ein paar Wochen im regelmäßigen Gebrauch. Die Leistung ist wirklich hervorragend und ich bin sehr zufrieden damit. Sie halten bis zum Schluss sehr gut die Spannung und brechen nicht bei jedem Gasstoß ein. Zum Schluss geht es dann aber schnell und man sollte zügig landen. Ich würde die Leistung etwas oberhalb der bekannten und oft genutzten SLS XTRON 1550mAh 4S 40C einordnen. Die Verarbeitung macht einen qualitativ guten Eindruck.

Ich habe mir jetzt noch ein paar bestellt, sie sollen in den nächsten Tagen bei Banggood wieder lieferbar sein. Hier geht’s zum Angebot:

Infinity 4S 14.8V 1500mAh 70C Graphene LiPo Battery

Mobius Mini Action Cam

Lange Zeit war es ruhig um Mobius, nach der Mobius 1 kam laaaange Zeit nichts Neues und andere Hersteller zogen an Mobius vorbei. Runcam 2, Xiaomi Yi, Foxeer Legend und GoPro Session hatten die Nase vorn, da sie mit 1080p60 und weiteren Features technisch einfach besser waren.

Jetzt legt Mobius endlich nach. Schon seit einiger Zeit gibt es die Mobius 2, die ebenfalls mit 1080p60 aufwartet und bis zu 2 Stunden Aufnahme mit einer Akkuladung verspricht.

Mobius Mini Vergleich: Mobius Mini, Runcam 2, Foxeer Legend 1Neuestes Mitglied der Mobius Familie ist nun die Mobius Mini, und das Mini kann man durchaus wörtlich nehmen. Die Abmessungen sind mit 54.5mm(L)*29mm(B)*14mm(H) absolut beeindruckend. Mit 27g inkl. Akku dürfte sie derzeit auch die mit Abstand leichteste 1080p60-Kamera auf dem Markt sein.

Mit der derzeit angebotenen A-Linse bietet sie ein FOV von 110°, die angekündigte B-Linse soll 135° bieten.

Aufgezeichnet wird im verbreiteten MP4-Container als H.264 AVC High Profile mit einer außerordentlich hohen Bitrate von 40 mBit/s. Eine schnelle SD-Karte ist also angezeigt. Die ersten Testaufnahmen sehen schon einmal sehr vielversprechend aus.

Größenvergleich: Mobius Mini, Runcam 2 Gewichtsvergleich: Mobius Mini, Runcam 2

Mitgeliefert wird auch ein USB Breakout-Kabel über das man die Mobius Mini extern mit Strom versorgen kann. Weiterhin wird das Videosignal analog ausgegeben. Die Latenz soll laut Hersteller bei 1080p60 bei 60ms und bei 720p120 bei 40ms liegen. Zum Racen sind 60ms vielleicht ein wenig viel, aber für andere Zwecke ist dies durchaus ein guter Wert. Bei der Runcam Eagle beispielsweise liegt die Latenz bei etwa 50ms und diese wird auch zum Racen verwendet.

Konfiguriert wird die Mobius Mini über das bekannte Programm mSetup, dass bereits für die 808 #16 und Mobius 1 Verwendung fand. WiFi und ähnlichen Schnickschnack sucht man vergebens, aber wer braucht das schon. Für „aufm Acker“ gibt es auch eine passenden Handy-App, die mit OTG-Kabel funktioniert.

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Ein gravierender Nachteil ist allerdings der mit 300mAh doch recht klein geratene Akku. Nach 30 Minuten Full HD Aufnahme ist hier Schluss. Da sollte man doch mal über eine externe Spannungsversorgung nachdenken, 5V lassen sich in der Regel ja recht einfach am PDB abgreifen.

Alles in allem durchaus eine gelungene Kamera und mit knapp 70$ würde ich den Preis als angemessen bezeichnen. Aufgrund der geringen Größe und des sehr niedrigen Gewichts könnte die Kamera bei den FPV-Racern vielleicht ihre Freunde werden.

Ich bin jetzt auch dazu gekommen ein paar Flugaufnahmen zu machen. Die Rohaufnahmen sehen wirklich hervorragend aus, leider hat Youtube hier ganze Arbeit geleistet und das ganze ziemlich vermatscht. Ich denke, die Schärfe ist einfach zu hoch, die nächsten Aufnahmen mache ich mal mit anderen Einstellungen…

Derzeit findet man die Mobius Mini nur bei Banggood (A-Lens, coming soon) oder bei eBay. Ich hoffe, die Version mit B-Lens ist ebenfalls bald bei Banggood verfügbar.

First-Person-View Multicopter Racing Info & Tips